Geopark Waldeck-Frankenberg

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Natur- und Technikpfad Adorf

Die natürlichen Bedingungen (Gestein, Landschaftsformen, Klima) waren und sind immer noch Grundlage vielfältiger menschlicher Inanspruchnahme. Bergbau und Landwirtschaft sowie die Nutzung von Wind- und Wasserkraft haben entsprechend nachhaltige Spuren in der Landschaft hinterlassen. Die Abhängigkeiten zwischen der „Natur" (heutige Landschaft) und der „Technik" (als Ausdruck menschlichter Nutzungen) werden vom Natur- und Technikpfad Adorf vorgestellt und erläutert.

Ausgangspunkt des Lehrpfades ist der Markplatz in der Ortsmitte von Adorf. Von hier aus geht es durch das schmale Wiesental der Wirme zum Heimberg. Steile Hangkanten und Wegböschungen mit strukturreichen Hecken bieten Brutplätze für Singvögel. Die sich anschließenden Hochfläche ist dagegen weitgehend ausgeräumt. Vor etwa 260 bis 225 Millionen Jahren, im Zechstein, brandete hier ein Meer an die älteren Tonschiefer des Rheinischen Schiefergebirges. Meeresablagerungen mit Gips, Kalk, Dolomit und Ton bestimmen in den ehemaligen Uferbereichen die Geologie. In dieser fast ebenen Landschaft in rund 400 Meter Meereshöhe kann sich die Kraft des Windes ungehemmt entfalten. Im Jahre 1994 entstand hier die größte Windkraftanlage Nordhessens, die ebenfalls durch den Lehrpfad vorgestellt wird.

Weitere Highlights sind die alte Gips- und Alabastergrube „Auf den Pöhlen“, die „Adorfer Klippe“ auf dem Martenberg und das Besucherbergwerk „Grube Christiane“.

TIP!
Verbinden Sie Ihre Wanderung über den Natur- und Technikpfad mit einem Besuch der Grube Christiane! Eine Führung durch das Besucherbergwerk dauert ungefähr 90 Minuten. Mit Puppen werden die alten Abbautechniken demonstriert, wobei ehemalige Bergknappen interessante Erläuterungen über den Bergbau geben. Eine Gesteins- und Mineraliensammlung sowie eine Vorstellung alter Geräte und Zubehör im Bergbaumuseum runden die Zeitreise ab.

>> www.diemelsee.de
>> http://grube-christiane.diemelsee.de